Informationen für Netzbetreiber

Diese Informationen richten sich ausschliesslich an Netzbetreiber oder an von diesen beauftragte Dienstleister.

Für vZEV-/LEG-Verantwortliche stehen Informationen an folgenden Stellen zur Verfügung:
Für die Gründung und Anmeldung von vZEV/LEG bequem im Gründungsprozess direkt im PVshare Cockpit.
Für die Einrichtung und den Betrieb nötige Informationen sind im PVshare Cockpit, sowie auf dieser Website verfügbar, hauptsächlich in den Anleitungen und den FAQ.

Um einen reibungslosen Betrieb zu gewährleisten, informieren wir Netzbetreiber (oder von diesen beauftragte Dienstleister) nachfolgend zur Funktionsweise des PVshare Cockpit und den Verantwortlichkeiten:

  1. PVshare ist Herstellerin der Software PVshare Cockpit.
  2. PVshare ist ein Softwareunternehmen; kein Dienstleistungsbetrieb.
  3. PVshare verwaltet/betreut selbst keine vZEV oder LEG.
  4. PVshare greift als Softwareherstellerin nicht in vZEV/LEG von Kunden ein. (Ähnlich wie Buchhaltungssoftware-Hersteller nicht in die Buchhaltung von Kunden eingreifen.)
  5. PVshare nimmt keine "Abstimmungen" zwischen Kunden und Dritten wie Netzbetreibern vor. Das PVshare Cockpit stellt den Kunden (vZEV-/LEG-Verantwortlichen) alle Funktionen zur Verfügung. Wenn alle Angaben (wie Startdatum und Messpunktnummern) vollständig und korrekt erfasst sind und vom Netzbetreiber fehlerfreie und vollständige Daten vorliegen, können Abrechnungen erfolgen.
    Es sind keine manuellen Eingriffe von PVshare erforderlich.
  6. PVshare ist in das Vertragsverhältnis zwischen Kunden und Dritten wie Netzbetreibern nicht involviert.
  7. Die EIC von PVshare lautet: 12X-00000020CH-P
  8. Bevorzugter Datahub: swisseldex, alternativ SDAT-CH-Hub mit Weiterleitung an SDAT-CH-Hub. Falls der Versand über SDAT-CH-Hub erfolgt, benötigen Sie als Absender entsprechende SDAT-CH-Hub Lizenzen. Alternative Datahubs sind technisch möglich und erfordern zusätzliche Software-Abos und eine manuelle Einrichtung (nach Aufwand), welche durch den vZEV-/LEG-Verantwortlichen zu koordinieren ist. Sämtliche Informationen und Anweisungen stehen dazu - sofern ein solch alternativer Datahub gewählt wurde - dem vZEV-/LEG-Verantwortlichen direkt im PVshare Cockpit zur Verfügung.
  9. vZEV/LEG Verantwortliche wählen im Gründungsprozess im PVshare Cockpit den Datahub und teilen dem Netzbetreiber den Datahub, die EIC von PVshare und Art der Datenlieferung bei der Anmeldung eines vZEV oder einer LEG mit. Auch hier koordiniert das PVshare Cockpit (die Software) die Vorgänge.
  10. vZEV-/LEG-Verantwortliche setzen danach Startdatum und effektiven Datahub und konfigurieren den Zusammenschluss im PVshare Cockpit.
  11. vZEV-/LEG-Verantwortliche müssen die Messpunktnummern vor dem Start des vZEV/der LEG kennen. Bei LEG müssen diese auch die Community ID kennen.
    CommunityIDs müssen das korrekte Format aufweisen. Es sind Fälle bekannt, in denen CommunityIDs in willkürlichem Format festgelegt wurden. CommunityIDs in fehlerhaftem Format müssen bei der Validierung gegen XSD fehlschlagen. Das Cockpit erlaubt Kunden keine Eingaben von CommunityIDs in falschem Format.
    Gemäss SDAT-CH gilt: "...besteht aus den ersten sechs Zeichen des VSE-Identifikators zur Kennzeichnung der Netzzugehörigkeit, gefolgt von einem Bindestrich und sechs weiteren Zeichen bestehend aus den Ziffern 0–9 und den Grossbuchstaben A–Z aus dem Zeichen-satz «ISO 8859-1 (Westeuropa)», die eine eindeutige Identifikation innerhalb des Netzes ermöglichen. Der Netzbetreiber gewährleistet die Eindeutigkeit und Dauerhaftigkeit dieser Nummer. Die Verwendung sprechender Schlüssel ist unzulässig. Die Gemeinschaftsnummer wird nur einmal vergeben und bleibt dauerhaft gültig – auch im Falle einer Auflösung der Gemeinschaft."
  12. Das PVshare Cockpit unterstützt vZEV und LEG (aktuell ausschliesslich Typ "Basis LEG")
  13. Werden unvollständige oder inkonsistente Daten angeliefert, erkennt das PVshare Cockpit dies, sofern technisch möglich. Das PVshare Cockpit stellt dem vZEV-/LEG-Verantwortlichen in diesem Fall ein Vorgehen zur Lösung bereit (im Status-Check). Diese Lösung beinhaltet zunächst eine Abstimmung von Startdatum und Messpunktnummern mit dem Netzbetreiber, um dies als Ursache auszuschliessen. Nachdem Abweichungen in der Konfiguration eines vZEV oder einer LEG im System des Netzbetreibers zur Konfiguration im PVshare Cockpit (die der/die vZEV-/LEG-Verantwortliche vorgenommen hat) ausgeschlossen sind, teilt das PVshare Cockpit weitere Hinweise zur Lösung des Problems mit, bis hin zu einem Problembericht, den die vZEV-/LEG-verantwortliche Person dem Netzbetreiber zustellen kann. Darin enthalten sind alle nötigen Informationen, damit der Absender der Daten die Ursache beheben kann und korrigierte Daten nachliefern kann. Die Klärung erfolgt ausschliesslich zwischen vZEV-/LEG-Verantwortlichem und Netzbetreiber (oder von diesem beauftragten Dienstleister). Das PVshare Cockpit stellt die nötigen Informationen im Status-Check zur Verfügung, welche die massgebliche Grundlage zur Lösung des Problems bilden. Das PVshare Cockpit berechnet die Daten automatisch erneut, wenn der Netzbetreiber fehlerfreie und lückenlose Daten nach-/angeliefert hat. Dazu sind keine Eingriffe von PVshare erforderlich.
  14. Eine direkte Kontaktaufnahme zwischen Marktpartnern erfolgt ausschliesslich bei rein technischen Störungen auf Ebene des SDAT-CH-/ebIX-Standards (z.B. Transport-, Routing-, Zertifikats- oder Protokollfehler). In solchen Fällen ist der im swisseldex-Marktpartnerregister hinterlegte technische Kontakt (E-Mail) zu verwenden. Inhaltliche Fragen zu Daten, Konfigurationen, Messpunktnummern, Startdaten oder Abstimmungen zwischen vZEV-/LEG-Verantwortlichen und Netzbetreibern fallen nicht darunter. Diese sind ausschliesslich zwischen den jeweiligen Vertragspartnern (Netzbetreiber und vZEV-/LEG-Verantwortliche) zu klären.
    Die Kontaktaufnahme dient ausschliesslich der Behebung technischer Störungen im Datenaustausch. Sie dient nicht der Ursachenklärung in Drittsystemen oder der Koordination zwischen Marktakteuren.
    Eine Kontaktaufnahme mit PVshare ist zudem nicht erforderlich, wenn Daten bereits von vorgelagerten Systemen (z.B. Datahub) abgelehnt werden. In diesem Fall erreichen die Daten das PVshare Cockpit nicht und die Ursachenklärung erfolgt durch die jeweils beteiligten Marktakteure.
  15. Wurden korrekte Daten per SDAT-CH angeliefert, vZEV-/LEG-Verantwortliche haben aber eine unvollständige oder fehlerhafte Konfiguration im PVshare Cockpit vorgenommen, so müssen die Daten vom Netzbetreiber nicht erneut angeliefert werden. Das PVshare Cockpit ist resilient gegenüber nicht zuweisbaren Daten, aufgrund fehlerhafter oder unvollständiger Konfigurationen im PVshare Cockpit von den vZEV-/LEG-Verantwortlichen. Es erlaubt sogar eine nachträgliche Zuweisung der Daten. Das sollte aber zwingend die Ausnahme bleiben. Es sollte immer eine vorgängige korrekte und vollständige Konfiguration angestrebt werden, damit keine Zusatzaufwände entstehen. Dazu müssen vZEV-/LEG-Verantwortliche vor Start des vZEV/der LEG alle Messpunktnummern und deren Messrichtung kennen (siehe #11). Der aktuelle Zustand des Zusammenschlusses sowie allfällige Datenintegritätsprobleme sind direkt im Status-Check des PVshare Cockpit für die vZEV-/LEG-verantwortliche Person ersichtlich.
  16. Rückwirkende Daten-Nachlieferungen: Solange noch kein Rechnungslauf existiert für einen Zeitraum, akzeptiert das Cockpit auch noch rückwirkend neue Daten.
    Ob für einen Zeitraum bereits Rechnungsläufe existieren, ist durch die vZEV-/LEG-verantwortliche Person direkt im PVshare Cockpit ersichtlich.
    Ein Rechnungslauf wird erstellt, sobald die Datenintegrität korrekt ist (Summe der Messpunkte passt zu Bilanzmesspunkt), lückenlose Daten vorliegen und die Frist zur Nachlieferung von Daten (mindestens 5 AT im Folgemonat) gemäss SDAT-CH verstrichen ist. (Anmerkung zur Vollständigkeit: Damit das Cockpit Rechnungen erstellt, muss der/die vZEV-/LEG-Verantwortliche zudem im Cockpit vollständige und als plausibel identifizierte Angaben erfasst haben. Dazu gehören z.B. die Tarife.)
    Nur wenn aus irgendeinem Grund noch kein Rechnungslauf erstellt wurde, akzeptiert das Cockpit noch neue Daten. Beispiel: Wenn zuvor Daten geliefert wurden, bei denen die Datenintegrität fehlerhaft war oder die lückenhaft waren, wurde auch noch kein Rechnungslauf erstellt und es können Korrekturdaten angeliefert werden.
    Dieses Verhalten entspricht dem SDAT-CH Standard, und erweitert diesen mit der Möglichkeit, für einen Zeitraum korrigierte Daten beliebig später nachzuliefern, wenn zuvor eindeutig als fehlerhaft/unvollständig erkennbare Daten geliefert wurden.
  17. Spezialfall für Vorgehen, wenn bereits Rechnungslauf existiert, aber rückwirkend neue Daten geliefert werden müssen:
    Wenn folgende Ausnahme-Situation eintrifft:

    1. Es wurden bereits lückenlose Daten geliefert
    2. und die Datenintegrität der Daten ist korrekt (Energiesummen der bereits gelieferten Daten passen zu Energiemengen des Bilanzmesspunkts)
    3. und der Zeitraum für mögliche Nachlieferungen ist verstrichen
    4. und das PVshare Cockpit hat bereits Rechnungen erstellt
    5. und die Daten müssen dennoch nachträglich ersetzt werden.

    In diesem Spezialfall müssen die betroffenen Rechnungen zuerst durch den/die vZEV-/LEG-Verantwortliche entfernt werden. Nur wenn für einen Zeitraum nicht bereits Rechnungen existieren, akzeptiert das Cockpit neue Daten.
    Bevor neue Daten angeliefert werden können, muss der/die vZEV-/LEG-Verantwortliche zwingend die betroffenen Rechnungsläufe im Cockpit ablehnen. Die Handhabung dieses Ausnahmefalls ist für vZEV-/LEG-Verantwortliche in den Anleitungen beschrieben unter "Daten-Nachlieferungen vom Netzbetreiber".
    Dieser Spezialfall gehört nicht zum regulären Betrieb, die Möglichkeit auch bereits freigegebene Rechnungsläufe rückwirkend abzulehnen existiert einzig, damit diese Ausnahmesituation abgewickelt werden kann.

  18. Verbindliche Informationsquellen:
    1. Der technische Verarbeitungsstatus von Datenlieferungen ergibt sich aus ACK/NACK ("AcknowledgeOfAcceptance"/"ModelErrorReport") Meldungen gemäss SDAT-CH.
    2. Der aktuelle Zustand eines vZEV/LEG, inkl. Datenintegrität, Rechnungsläufe und notwendiger Schritte, ist für die vZEV-/LEG-verantwortliche Person direkt im PVshare Cockpit ersichtlich. Anwendungsfälle, Prozesse und Vorgehensweisen sind auf pvshare.ch vollständig beschrieben.
    3. Die operative Abstimmung erfolgt ausschliesslich zwischen Netzbetreiber (oder von diesem beauftragten Dienstleister) und vZEV-/LEG-verantwortlicher Person.
  19. Die meisten Netzbetreiber übermitteln zu mehr als einem Zusammenschluss Daten an das PVshare Cockpit. Einige fassen dadurch Lieferungen zusammen. Von der Übermittlung von Daten mehrerer vZEV/LEG in einem einzelnen File wird stark abgeraten, auch wenn das PVshare Cockpit diese natürlich verarbeiten kann.
    Gründe, wieso Datenlieferungen mehrerer vZEV/LEG in einem einzelnen File nicht empfehlenswert sind:
    • Fehlerfälle/Nachlieferungen werden erheblich komplizierter, wie vergangene Vorfälle deutlich gezeigt haben.
      Beispiel: Wurden fehlerhafte Daten eines einzelnen Zusammenschlusses geliefert und es ist eine nachträgliche Nachlieferung nötig, so müssen die Daten des betroffenen Zusammenschlusses ohnehin separat übertragen werden, damit diese vom Cockpit nicht aufgrund finaler Daten eines anderen Zusammenschlusses abgelehnt werden (siehe hierzu #16 und #17 oben).
    • Das PVshare Cockpit hat dadurch keine Möglichkeiten, aus den Daten zu ermitteln, zu welchem vZEV nicht zuweisbare Daten gehören (da nur bei LEG eine CommunityID übermittelt wird). Das ist dann wichtig, wenn einem Kunden nicht alle Messpunktnummern mitgeteilt wurden und diese daher nicht erfasst wurden. In der Folge kann auch das Cockpit die fehlende Zuweisung nicht mehr eindeutig erkennen und der Sicherheitsmechanismus erkennt durch fehlende Messpunkte ein Datenintegritätsproblem.
      Bei der Behebung dieses Problems resultiert ein unnötiger zusätzlicher Betreuungsaufwand für Sie als Netzbetreiber oder Ihren Datendienstleister und ein erheblicher Mehraufwand für den Kunden.
  20. Von der Übermittlung von 0-Werten sollte unbedingt abgesehen werden. Diese gelten auch gemäss SDAT-CH nicht als mögliche Werte bei temporär unbekannten Werten. Sind Energiemengen aller übermittelten Messpunkte 0, so kann per Datenintegritätsprüfung nicht mehr festgestellt werden, dass die Daten fehlend, bzw. unbekannt/fehlerhaft sind - weil die Energiesumme mit 0 effektiv korrekt ist. Werden anschliessend zusätzlich nicht innerhalb der regulären Frist neue und korrekte Daten übermittelt, können auf Basis der 0-Werte Abrechnungen erstellt werden. Danach sind Korrekturlieferungen nicht mehr ohne Weiteres und ohne Absprache mit der vZEV-/LEG-verantwortlichen Person möglich (siehe hierzu #17 oben).
  21. Wurden Daten von Messpunktnummern übermittelt, die in den Systemen des Netzbetreibers (oder seines Dienstleisters) nicht zur Bildung der Bilanzsumme verwendet werden - und damit eigentlich nicht zugehörig/notwendig sind zur Abrechnung des vZEV oder der LEG:
    Der/die vZEV-/LEG-Verantwortliche muss in diesem Fall den Messpunkt im PVshare Cockpit als "zu ignorieren" markieren. Ansonsten kann je nach Situation der Sicherheitsmechanismus zur Erkennung von Datenlücken, oder der Sicherheitsmechanismus zum Schutz vor Datenintegritätsfehlern eine Abrechnung verhindern.
    Beachten Sie, dass bereits übermittelte Daten und Messpunkte im PVshare Cockpit nicht "verschwinden", wenn lediglich eine erneute Datenlieferung ohne den entsprechenden Messpunkt erfolgte.
  22. Einige Netzbetreiber liefern Daten vor oder nach der Gültigkeit, bzw. Zugehörigkeit zum vZEV oder zur LEG. Das PVshare Cockpit verlässt sich daher nicht auf die Zeiträume, welche die gelieferten Daten abdecken.
    Datenlieferungen, die exakt die notwendigen Zeiträume abdecken, erleichtern den Kunden die Konfiguration enorm und führen zu erheblich weniger Unsicherheit bei Kunden, wodurch auch Rückfragen/Aufwände für Netzbetreiber reduziert werden.

Rollen und Verantwortlichkeiten

  • vZEV-/LEG-Verantwortliche/r: Ist Kunde vom Netzbetreiber und von PVshare. Meldet vZEV/LEG beim Netzbetreiber an, richtet diesen im PVshare Cockpit ein und nutzt das PVshare Cockpit zur Abrechnung. Ist verantwortlich für den vZEV-/LEG-Betrieb.
    vZEV-/LEG-Verantwortliche können einzelne oder alle Aufgaben an einen Fachpartner oder Abrechnungsdienstleister übergeben. Die vertragliche Ausgestaltung zwischen Dienstleistern und vZEV-/LEG-Verantwortlichen kann variieren und ist Sache dieser zwei Parteien (PVshare macht keine Vorgaben und ist in diese Vertragsbeziehung nicht involviert).
  • Netzbetreiber: Übermittelt Lastgangdaten gemäss den jeweils geltenden gesetzlichen und regulatorischen Vorgaben. Der technische Datenversand erfolgt nach SDAT-CH im ebIX Format.
  • PVshare: Stellt das PVshare Cockpit als Software und entsprechende Dokumentation zur Verfügung. Stellt den Betrieb der Software wie dokumentiert und die Einhaltung des SDAT-CH Standards sicher. Die Verarbeitung der im Cockpit erfassten Angaben sowie der angelieferten Messdaten erfolgt automatisiert gemäss den im System implementierten Funktionen.

Notwendige Informationen, die vZEV-/LEG-Verantwortliche benötigen

Damit vZEV-/LEG-Verantwortliche den vZEV/die LEG im PVshare Cockpit einrichten können, benötigen sie folgende Informationen von Ihrem Netzbetreiber:

  • Startdatum des Zusammenschlusses
  • Effektiver Datahub, über den die Daten gesendet werden sollen und idealerweise Bestätigung, dass Daten im ebIX-Format versendet werden
  • Alle Messpunktnummern inkl. Zugehörigkeit
  • Bei vZEV: Auch die Messpunktnummern des virtuellen Bilanzmesspunkts. Falls in beide Richtungen unter gleicher Messpunktnummer gesendet werden, teilen Sie dies ebenfalls mit. Falls die Messpunktnummern unterschiedlich sind, muss auch die Messrichtung angegeben werden
  • Bei LEG: Die Community ID (und idealerweise Bestätigung, dass LEG Typ "Basis LEG" ist).

Messdatenaustauschprozess und Anforderungen an die Datenlieferung

vZEV

  • Im ebIX-Format
  • Per SDAT-CH Standard
  • Business Reason E88
  • E66 Lastgangdaten (ValidatedMeteredData)
    • der physikalischen Stromzähler (relevanter Messrichtungen)
    • und des virtuellen Bilanzmesspunkts (beide Messrichtungen)
    • Unter gültigen Messpunktnummern (startend mit 'CH', 33 stellig, gemäss Metering Code Schweiz)
  • Keine unnötigen/redundanten/internen Daten oder Zeitreihen.
    Das PVshare Cockpit erkennt bei nicht eindeutig zusammenpassenden Daten einen Datenintegritätsfehler und eine Datenverarbeitung wird zum Schutz vor fehlerhaften Stromrechnungen verhindert
  • Ab neuem SDAT-CH Standard 2025 (ab 24.03.2026): Zwingend weiterhin ohne Community Informationen, da der SDAT-CH Standard 2025 keinen CommunityCodeType für vZEV vorsieht (!)

LEG

  • Im ebIX-Format
  • Per SDAT-CH Standard - erste Lieferung frühestens ab Gültigkeit des neuen SDAT-CH Standards 2025 möglich (ab 24.03.2026)
  • Business Reason C40 (sowohl in E66, als auch in E31)
  • Inkl. Community Informationen: CommunityID und CommunityType zwingend nötig (sowohl in E66, als auch in E31)
  • E66 Lastgangdaten (ValidatedMeteredData):
    • Wirkenergie (EnergyProductIdentificationCode 8716867000030 → LGZ-LEGT / EGZ-LEGT, d. h. Wirkenergie auf Teilnehmerebene als Basis der LEGT-Aggregation)
    • Local active energy (EnergyProductIdentificationCode 2404050010123 → LGZ-LEGE aka B_LEG / EGZ-LEGE aka E_LEG)
    • Residual active energy (EnergyProductIdentificationCode 2404050010124 → LGZ-LEGR aka B_VNB / EGZ-LEGR aka E_VNB).
    • Unter gültigen Messpunktnummern (startend mit 'CH', 33 stellig, gemäss Metering Code Schweiz)
  • E31 Aggregierte Daten (AggregatedMeteredData): Zusätzlich werden für statistische Auswertungen sowie zur automatischen Plausibilisierung der Daten alle aggregierten LEG-Daten benötigt (AggregatedMeteredData, LEGT, LEGE, LEGR, jeweils EGS und LGS).
  • Keine unnötigen/redundanten/internen Daten oder Zeitreihen.
    Das PVshare Cockpit erkennt bei nicht eindeutig zusammenpassenden Daten einen Datenintegritätsfehler und eine Datenverarbeitung wird zum Schutz vor fehlerhaften Stromrechnungen verhindert
  • Der Gründungsprozess im PVshare Cockpit und die unseren Kunden zur Verfügung gestellten Dokumentvorlagen sehen selbstverständlich eine entsprechende Einverständniserklärung der Beteiligten zur Lieferung dieser Daten vor.

ACK/NACK Meldungen

Das PVshare Cockpit quittiert mit ACK/NACK ("AcknowledgeOfAcceptance", bzw. "ModelErrorReport") Meldungen.
Die technische Verarbeitung erfolgt automatisiert.

ACK/NACK bilden die massgebliche technische Empfangs- und Verarbeitungsquittierung gemäss SDAT-CH.

Trifft weder eine ACK, noch eine NACK-Nachricht ein, so gilt die Zustellung gemäss SDAT-CH Prozess nicht als erfolgreich.
Es kam in der Vergangenheit vor, dass Netzbetreiber Daten an falsche Empfänger oder falsche Datahubs übermittelten und nicht feststellten, dass keine Bestätigungsmeldungen eingingen.
Wir bitten daher, nicht eingehende Bestätigungsnachrichten nicht einfach zu ignorieren, sondern gemäss Standard vorzugehen.

SDAT-CH, "Standardisierter Datenaustausch für den Strommarkt Schweiz", Anhang 1 (Acknowledgement und Error Handling), "3. "Vorgehen im Fehlerfall" beschreibt:

"(1) Erhält der Sender eine Error-Meldung, ist er verpflichtet, unter Einhaltung der Fristen die Nachricht zu überprüfen und zu wiederholen. Können die Fristen trotz Vornahme aller zumutbaren Massnahmen nicht mehr eingehalten werden, ist die Nachricht spätestens innert 24 Stunden seit dem Erhalt der Error-Meldung zu wiederholen."

"(2) Falls der Empfänger feststellt, dass aus irgendeinem Grund innert 24 Stunden weder ein «Acknowledgement of Acceptance» noch ein «Model Error Report» zugestellt werden kann, hat er dies dem Sender mitzuteilen. Der Sender ist in diesem Fall dazu verpflichtet, innert 24 Stunden die Nachricht an den Empfänger zu überprüfen und hat diese zu wiederholen, wenn die Ursache für den Fehler bei ihm liegt."

"(3) Ebenso ist der Sender dazu verpflichtet, eine entsprechende Mitteilung an den Empfänger zu machen, falls er nach 24 Stunden noch keine Meldung erhalten hat. Die Parteien sind verpflichtet, sich bei der Ermittlung der Problemursache zu unterstützen. In der Folge ist das Problem durch diejenige Partei zu beheben, welche für die Problemursache verantwortlich ist."

Bitte haben Sie Verständnis, dass wir keine manuellen Empfangsbestätigungen zusätzlich zu den vorgesehenen ACK/NACK Bestätigungsmeldungen gemäss SDAT-CH anbieten können.

Eine Bitte an Netzbetreiber

Eine zeitnahe und vollständige Datenlieferung erleichtert Netzbetreibern und vZEV-/LEG-Verantwortlichen einen reibungslosen Start ohne Verunsicherungen.

Wir danken, dass der jeweils aktuell gültige SDAT-CH Standard berücksichtigt wird und keine Daten nach veralteten, nicht mehr gültigen Standards angeliefert werden.

Vielen Dank für die Berücksichtigung.