vZEV oder LEG mit Excel abrechnen

Es gibt Erfahrungsberichte, die zeigen, dass vZEV mit Excel abgerechnet werden können. Die Idee: Auf eine Abrechnungssoftware wie das PVshare Cockpit zu verzichten. Dabei sollen die Daten selbst verarbeitet und darauf basierend die Stromrechnungen erstellt werden. Nachfolgend wird erläutert, wie solche Ansätze funktionieren und welche Herausforderungen dabei entstehen können.

Einige Betreiber fragen sich, ob die Abrechnung eines vZEV (virtueller Zusammenschluss zum Eigenverbrauch) oder einer LEG (lokale Elektrizitätsgemeinschaft) auch mit einer eigenen Excel-Vorlage erstellt werden kann, statt eine spezialisierte Abrechnungssoftware zu verwenden.

vZEV oder LEG selbst abrechnen mit Excel

Die Funktionsweise von vZEV und LEG ist grundsätzlich nicht kompliziert. Auf den ersten Blick erscheinen vZEV und LEG technisch relativ einfach. Warum also nicht einfach selbst etwas bauen zum Abrechnen? Das spart sämtliche Kosten und kann auch noch Spass machen.

Datenformat

ebIX File Ausschnitt"

Wer einen vZEV oder eine LEG gründet, dem muss der Netzbetreiber die Lastgangdaten zur Erstellung der Stromrechnungen kostenlos zur Verfügung stellen.

Dies geschieht im professionellen Umfeld über den SDAT-CH Standard per ebIX Files (XML Format). Der Standard ist für Fachpersonen sehr leicht verständlich und gut dokumentiert. Die SDAT-CH Spezifikationen können auf strom.ch heruntergeladen werden.
Die Abbildung zeigt einen Ausschnitt eines Beispiel-ebIX Files (anklicken zum Vergrössern).

Alternativ bieten einige Netzbetreiber auch die Übermittlung per CSV-File an. Darin sind die Lastgangdaten aufgeführt. CSV files können beispielsweise mit Microsoft Excel oder auch OpenOffice Calc geöffnet werden.

Datenübertragung

Die Daten werden per SDAT-CH vollautomatisch über einen Datahub wie swisseldex übermittelt. Der Austausch ist im SDAT-CH Standard klar geregelt. Diese Datenübertragung ist aber eher nicht geeignet für eine DIY-Excel-Lösung.

Alternativ bieten einige Netzbetreiber zusätzlich die Möglichkeit, die Daten (im CSV Format) periodisch per E-Mail zuzustellen, oder in einem Webportal herunterzuladen. Das hat bei einer DIY-Excel-Lösung den Vorteil, dass nicht auch noch für die Datenübermittlung etwas gebaut werden muss.

Dateninhalt

Egal in welchem Format die Daten übermittelt werden, der Inhalt repräsentiert immer das gleiche:
Die Messwerte jedes Stromzählers. Für jede Viertelstunde existiert ein Eintrag. Dieser repräsentiert die Energiemenge, die in der jeweiligen Viertelstunde bezogen oder zurückgespiesen wurde.

Manuelle Abrechnung

Energieverteilung:
Die Berechnung kann nun grundsätzlich mit einfachstem Primarschulwissen bewerkstelligt werden:
Für jede Viertelstunde wird berechnet, ob von einem (oder mehreren) vZEV/LEG Teilnehmern Energie zurückgespiesen wurde, während einer (oder mehrere) Energieverbraucher Energie bezogen hatten. Energie, die innerhalb des Zusammenschlusses zur Verfügung stand, kann intern gedeckt werden, der Rest wird vom Netz bezogen oder ins Netz zurückgespiesen.
Zugegeben, diese Energieverteilung ist sehr trivial.

Tarife:
Nachdem die Energie verteilt wurde, muss zu jedem Viertelstundeninkrement der richtige Tarif zur Anwendung gebracht werden. Danach kann die Summe gebildet werden, woraus bereits die Stromrechnung resultiert.
Auch das klingt noch relativ trivial.

Spezialitäten und Fallstricke:
Wie bei praktisch jeder Lösung, machen Änderungen, Zuverlässigkeit und Spezialfälle aus einer auf den ersten Blick einfachen Lösung etwas Umfangreicheres.
Ein paar Beispiele, was zu berücksichtigen ist:

  • Zeitumstellung. Dadurch gibt es Tage mit mehr oder weniger als 24h und damit mehr oder weniger als 96 Messeinträgen.
  • Netzbetreiber senden teils lückenhafte Daten.
  • Netzbetreiber senden teils Daten einiger Stromzähler, die Daten von anderen Stromzählern können aber auch erst später übermittelt werden.
  • Gemäss dem SDAT-CH Standard können Netzbetreiber Korrekturdaten nachliefern.
  • Netzbetreiber senden teils lange keine Daten.
  • Bei Hoch- und Niedertarifsituationen muss jeweils zu jeder Viertelstunde der exakt korrekte Tarif verwendet werden. Hoch-/Niedertarife sind zudem an Samstagen, Sonntagen und teils auch an Feiertagen wiederum anders.
  • Erhebt der Netzbetreiber auch einen Leistungstarif (wie bei CKW), muss auch dies abgebildet werden.
  • Monatliche Tarife müssen auch abgebildet werden.
  • Tarife, Stromzähler, Teilnehmer etc. können jederzeit wechseln. Die Lösung muss dazu jedes Mal angepasst werden.
  • Scheidet ein Teilnehmer aus oder kommt hinzu, muss die Abrechnung taggenau stimmen.
  • Damit der vZEV oder die LEG auch optimiert werden kann, damit der Profit gesteigert werden kann, sollten auch Statistiken zur Verfügung stehen, und zwar für alle Teilnehmer.
  • Es kann vorkommen, dass die vom Netzbetreiber angelieferten Daten fehlerhaft sind. Die Lösung sollte das unbedingt erkennen können.
  • Die Schlussendlichen Resultate sollten durch Kontrollberechnungen überprüft werden.
  • Wenn mehr als ein Solaranlagenbetreiber am Zusammenschluss teilnimmt, muss auch die Energierücklieferung fair verteilt werden.

Mit diesen Eigenheiten stellt sich eine DIY-Excel-Abrechnung plötzlich nicht mehr als einfach zu bewerkstelligen dar. Die möglichen Fehlerquellen sind enorm. Eine anfängliche Freude über die Challenge der Entwicklung einer eigenen DIY-Excel-Lösung kann sich schnell verflüchtigen.

Das PVshare Cockpit verarbeitet genau diese Spezialfälle automatisiert – einschliesslich Zeitumstellung, Tarifwechseln, Korrekturdaten und Teilnehmeränderungen.

Häufige Fragen zur Excel-Abrechnung von vZEV und LEG

Grundsätzlich ist dies möglich, wenn die Lastgangdaten vom Netzbetreiber verfügbar sind. Allerdings entstehen schnell komplexe Anforderungen an Datenverarbeitung, Tariflogik und Spezialfälle. Einfacher und ohne grossen Initial- und Betreuungsaufwand kann die Abrechnung mit dem PVshare Cockpit erfolgen.

Einige Betreiber entwickeln eigene Lösungen. Aufgrund der vielen Spezialfälle ist dies jedoch aufwändig und fehleranfällig.

Spezialisierte Softwarelösungen wie das PVshare Cockpit automatisieren Datenimport, Tariflogik und Abrechnung.

DIY-Excel oder Abrechnungsdienstleister?

Auf dem Markt sind zwei Extreme zu beobachten. Beide sind riskant und/oder können in die Verlustzone führen:

  1. Alles selber tun wollen inkl. der Entwicklung der Abrechnungslösung: Selbst Abrechnen, z.B. mit einer DIY-Excel-Lösung wie oben beschrieben. Vorstellung: Eine Abrechnungslösung sei zu teuer.
    Die Nutzung des PVshare Cockpits ist jedoch relativ preiswert, zu den Preise inkl. Kostenrechner. Der Aufwand reduziert sich in der Praxis erheblich.
  2. Nichts selber tun wollen: Nutzung eines Abrechnungsdienstleisters. Vorstellung: Die Abrechnung sei zeitaufwändig und kompliziert.
    Das PVshare Cockpit übernimmt die Abrechnungsaufgaben jedoch vollautomatisch, wenn die Angaben erfasst wurden. Der eingesparte Aufwand steht meist nicht im Verhältnis zu den Kosten für einen Dienstleister.

Ursprung des Worts "Abrechnungsdienstleister":
Das Wort und die Vorstellung eines "Abrechnungsdienstleisters" hat ihren Ursprung von den ZEV ("klassische ZEV"): Anders als vZEV erfordern ZEV eine Planung, Installationen und eine Investition. ZEV kommen fast ausschliesslich bei Mehrfamilienhäusern/Investitionsobjekten zum Einsatz. Nach Planung/Installation wollen viele die Aufgaben für den Betrieb einem "Abrechnungsdienstleister" überlassen.
Der Begriff "Abrechnungsdienstleister" wird bedauerlicherweise auch in der vZEV und LEG Welt - insbesondere von Netzbetreibern - weiterhin als de-facto-Standard zur Abrechnung von vZEV/LEG verwendet. Das ist längst nicht mehr korrekt, denn das PVshare Cockpit setzt hier neue Massstäbe. Viele vZEV und LEG lassen sich ohne zusätzlichen Dienstleister direkt im PVshare Cockpit verwalten und abrechnen.
Abrechnungsdienstleister stellen damit das entgegengesetzte Extrem einer "ich mache alles selbst"-Lösung dar.

Alternative zur Excel-Abrechnung: vZEV-/LEG-Softwarelösung

Die Nutzung des PVshare Cockpits ist für die meisten vZEV und LEG der vernünftigere Ansatz als eines der beiden Extreme (DIY/Abrechnungsdienstleister):

  • Keine Eigenentwicklung
  • Minimaler Zeitaufwand zur Gründung und Abrechnung
  • Erfassung der Angaben zum Zusammenschluss und der Tarife erfolgt selbst (kann bei Bedarf auch abgegeben werden)
  • Das PVshare Cockpit erstellt die Abrechnungen autonom, wenn die Angaben erfasst wurden und die Daten vom Netzbetreiber (vollautomatisch) empfangen wurden. Dies ganz im Kontrast zu aufwändiger wiederkehrender manueller Abrechnung oder der Bezahlung eines Dienstleisters.
  • Alle Spezialitäten sind in der Software integriert, nutzen Sie die Software einfach. Hier gibt es Einblicke.

Starten mit dem PVshare Cockpit ist ganz leicht:

  • Das PVshare Cockpit unterstützt den Gründungsprozess direkt in der Software, kostenlos und unverbindlich
  • Während des Gründungsprozesses stehen auch kostenlose Vertragsvorlagen zur Verfügung
  • Auch bei der Anmeldung beim Netzbetreiber unterstützt das Cockpit
  • Danach kann der vZEV oder die LEG bequem eigenhändig konfiguriert und autonom abgerechnet werden
  • Statistiken und Zugänge für alle Teilnehmenden stehen im Grundumfang zur Verfügung


Ein Wechsel von einer DIY Lösung (oder von einem anderen Anbieter) zum PVshare Cockpit ist jederzeit möglich: Starten Sie einfach mit dem Gründungsprozess.
Wichtig ist einzig: Stimmen Sie das Datum des Wechsels mit dem Netzbetreiber ab. Setzen Sie das Startdatum im PVshare Cockpit Gründungsprozess dann entsprechend.
Hinweis: Nicht notwendige Gründungsschritte – da der vZEV oder die LEG ja bereits existiert – können im Cockpit einfach übersprungen werden.
Ein Wechsel von einer DIY Lösung lohnt sich, die Last der Verpflichtungen einer DIY Lösung steht in keinem Verhältnis zu den Kosten für die Software-Abos des PVshare Cockpits.

Vergleich Excel vs. Abrechnungssoftware für vZEV und LEG

Lösung Vorteile Nachteile
Microsoft Excel Keine Softwarekosten Hoher Aufwand (initial und laufend)
Fehleranfällig
Abrechnungsdienstleister Kein Aufwand Hohe initial- und laufende Kosten
PVshare Cockpit Automatisierte Abrechnung
Kaum Aufwände
Keine Initialkosten
Minimale laufende Kosten


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