Was ist ein fairer vZEV Tarif?

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Was ist ein fairer Tarif im vZEV? Sind es 80 %, einfach 1 Rappen weniger als der Tarif vom Netzbetreiber oder ist es die Mitte zwischen PV-Vergütungstarif und Tarif vom Netzbetreiber?
Wir sind der Ansicht dass eine pauschale Aussage falsch wäre oder im Sinne der Frage nach einem fairen Tarif eine pauschale Aussage nicht in jeder Situation fair wäre.

Wer seinen Solarstrom in einem vZEV vom Nachbar/Vermieter bezieht sollte dafür weniger bezahlen, als die Energie vom Netzbetreiber kosten würde. Das Gesetz schützt Mieter vor dem Risiko, dass mit zusätzlichen Kosten die Stromrechnung am schluss sogar teurer ausfallen könnte und erlaubt 80 % oder die Berücksichtigung der Gestehungskosten.

80 % ?

Die 80 % haben ihren Ursprung von den "klassischen" ZEV und damit hauptsächlich im Zusammenhang mit MFH und Mietern. Klassische ZEV benötigen eine entsprechende Installation und kommen daher naturgemss huaptsächlich in MFH und im Zusammenspiel mit Mietern oder Stockwerkeigentümern vor. Den Tarif auf 80 % vom totalen Strompreis anzusetzen ist eine Möglichkeit - auch bei vZEV. Die Frage stellt sich aber, ob sich damit auch Nachbarn überzeugen lassen? Könnte sein, kommt aber ganz klar auf die generelle Tarifsituation des jeweiligen Ortes an.

65 % ?

Wer von 65 % spricht, meint damit oft den voreingestellten Wert in unserem vZEV Rechner.
Diese 65 % sind aber nicht über alles erhaben. Die Idee beim vZEV Rechner ist, dass der Tarif je nach Ergebnis und berechneten Empfehlungen angepasst wird.

100 % ?

Die Frage ob 100 % "fair" sind, stellen sich vermutlich die wenigsten. Wir sehen aber einzelne vZEV bei denen 100 % gewählt wird und dies als sinnvoll betrachtet werden kann: Bei Stockwerkeigentümerschaften (StWE). Dann nämlich, wenn alle vZEV Teilnehmer Eigentümer der PV-Anlage sind. Diese teilen den Ertrag, der mit der PV-Anlage erwirtschaftet wird auf, womit Sie wiederum anteilmässig vom totalen Ertrag des vZEV profitieren - die Summe der gesamten Wertschöpfung eines vZEV ist ja bekanntlich immer gleich, egal wie der Tarif für PV-Energie innerhalb des vZEV festgelegt wurde.

Wir von PVshare sind jedoch der Ansicht: Es macht selbst in einer StWE Konstellation, bei der alle StWE Eigentümer der PV-Anlage sind, Sinn, den Tarif auf unter 100 % anzusetzen.
Der Grund ist einfach: Das schafft für jeden Teilnehmenden den richtigen Anreiz, um möglichst Energie aus dem vZEV zu beziehen. Damit wiederum steigt die gesamte Wertschöpfung des vZEV und alle profitieren mehr. Das ist sehr förderlich für den vZEV und das System optimiert sich dadurch durch die richtigen Anreize von selbst.

So gelingt die Ermittlung eines fairen vZEV Tarifs

Schlussendlich sollte der vereinbarte Tarif für alle Parteien ein Gewinn sein.
Wer als Solaranlagenbetreiber mit einem zu hohen Tarifvorschlag daherkommt geht das Risiko ein, dass der Nachbar nicht bereit ist am vZEV Teilzunehmen (Ausnahme: Wenn dieser selbst Teilhaber der PV-Anlage ist, wie bei StWE. Siehe oben unter "100 % ?").
Umgekehrt hat der Solaranlagenbetreiber bei zu tiefem Tarif wohl kein Interesse mehr ein vZEV zu gründen und seinen Solarstrom in der Nachbarschaft/an Mieter zu verkaufen.

Wir beobachten viele verschiedene Varianten - alle sind in Ordnung:

  • Von kostenlos da innerhalb der Familie,
  • über sehr tiefe Tarife um einen grossen Anreiz zu schaffen,
  • bis hin zu relativ hohen Tarifen bei denen der PV-Anlagenbetreiber dafür die Kosten für die PVshare Abos übernimmt.

Kostenlos berechnen und simulieren

Nutzen Sie doch den vZEV Rechner - dieser berechnet einen Win-Win Bereich und stellt diesen in der Tarifsimulation grafisch dar:

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